Schlänger Rathaus liefert Armutszeugnis ab

Für den Bürgermeister ist das Bürgerbegehren ein Spiel und die Verwaltung glänzt durch Untätigkeit. Man kann nur erahnen wie sehr die Nerven im Rathaus blank liegen müssen, dass es zu einem derart desolaten Krisenmanagement kommt. In der Bevölkerung wächst der Unmut über das Gemeindeoberhaupt und die Verwaltung.

Viele Menschen in der Gemeinde machen sich große Sorgen, nicht zuletzt nachdem erste Familien Absagen für KiTa-Plätze erhalten haben. Das Westfalen-Blatt berichtet in der Ausgabe vom 14.04.2015 ausführlich über die Ängste einer besorgten Schlänger Familie und die mangelhafte Unterstützung aus der Verwaltung. Es ist absolut unverständlich weshalb Bürgermeister Ulrich Knorr die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger nicht ernst nimmt. Hier spielt ein gewählter Vertreter bewusst mit den Gefühlen der Bürger.

Seit Beginn des Bürgerbegehrens versucht die Bürgerinitiative von der Verwaltung Informationen über den Stand der KiTa-Anmeldungen zu bekommen. Die Auskunft wird verweigert, obwohl es für die Immobilienstrategie und das Bürgerbegehren in der Gemeinde von enormer Bedeutung ist. Die Verweigerungs- und Hinhaltetaktik des Bürgermeisters lässt nur den Schluss zu, dass bereits feststeht, dass eine weitere KiTa-Gruppe in der Gemeinde benötigt wird. Die Einrichtung einer vierten Gruppe ist bei der Bürgerhaus-Variante allerdings mit zahlreichen finanziellen und administrativen Problemen verbunden (z.B. Umbau Haus Fischer, Kündigung Heimat- und Verkehrsverein). Das Konstrukt einer KiTa im Bürgerhaus würde in sich zusammenfallen!

In den Vorlagen zum Ratsbeschluss vom 29.01.2015 steht klar und deutlich, dass eine vierte KiTa-Gruppe zu berücksichtigen ist. Der Rat hat mehrheitlich gegen diese Empfehlung gestimmt und nun ist offensichtlich großer Schaden angerichtet. Es fehlen KiTa-Plätze in der Gemeinde. Erneut sind die Bürger aufgebracht und besorgt und der Bürgermeister lässt die Bürgerinnen und Bürger wie schon in der Bürgerhausfrage in Unkenntnis. Wir fordern den Bürgermeister letztmalig auf, offen und transparent Auskunft zu der gesamten KiTa-Strategie in der Gemeinde zu liefern! Die Bürgerinnen haben ein Recht auf Antworten. Es lässt sich niemand länger gefallen, dass hier versucht wird Probleme auszusitzen.

Bei den Aussagen von Hauptamtsleiter Frank Rayczik im Bericht der Schlänger Zeitung stockt einem der Atem: „In der Tat wurden in diesem Jahr Absagen formuliert, aber auch das passiert zunächst einmal vom Grundsatz her jedes Jahr.“ Vom Grundsatz her? Bitte? Vom Grundsatz her ist um Weihnachten herum auch immer Winter und im Sommer soll die Sonne scheinen. Es geht hier um Familien, Existenzen und das Wohl der Bürger!

Schlimmer wiegt allerdings der Fakt, dass man sich nicht einmal die Mühe macht um die aktuelle Anmeldesituation zu beleuchten. Wieviele Absagen die Schlänger KiTas insgesamt verschickt haben, weiß Rayczik nicht. „Das wissen nur die einzelnen Einrichtungen, das haben wir dort auch nicht abgefragt.“ Da gefriert einem das Blut in den Adern. Das ganze Dorf diskutiert über die KiTa, das Bürgerhaus und die Hauptschule und die Verwaltung interessiert es anscheinend einen, sie wissen schon… Das ist nicht mehr und nicht weniger als eine schallende Ohrfeige für die Bürgerinnen und Bürger in Schlangen!

Es muss doch möglich sein Anmeldezahlen von 5 KiTas zusammenzutragen und zu analysieren. In der jetzigen Situation muss dieses Thema absolute Chefsache sein. Wenn der Chef das nicht erkennt oder nicht machen will, dann ist er fehl am Platz. Wer sich darum nicht kümmert und diese Informationen der Bevölkerung vorenthält handelt darüber hinaus grob fahrlässig! Hier muss sich der Bürgermeister unbequeme Fragen gefallen lassen und die Bürgerinnen und Bürger erwarten Antworten! Diese Antworten müssen zeitnah kommen. Schon jetzt ist der Schaden, der durch die Willkür von Bürgermeister und Verwaltung angerichtet wurde enorm. Im Interesse der Gemeinde Schlangen sollten der Bürgermeister und der Gemeinderat das Spiel jetzt beenden und dem Bürgerbegehren entsprechen.

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